
Braucht man noch eine Website, wenn die KI-Suche antwortet?
ChatGPT und Googles KI-Übersicht beantworten Fragen direkt. Braucht es noch eine eigene Website? Ja, aber ihre Aufgabe verändert sich.
Immer mehr Menschen fragen ChatGPT oder lesen zuerst die KI-Übersicht bei Google. GEO sorgt dafür, dass deine Website dort als Quelle auftaucht. Hier erfährst du, was dahintersteckt und was wirklich hilft.
Von Benny ScheyStand
GEO ist die Abkürzung für Generative Engine Optimization. Generative Engines sind Suchsysteme, die nicht nur eine Liste von Links zeigen, sondern selbst eine Antwort schreiben. Dafür lesen sie passende Websites und fassen sie zusammen. Wer dabei als Quelle genannt wird, bekommt Sichtbarkeit und oft auch Besucher.
Der Begriff stammt aus einer Studie von Forschern der Princeton University und weiterer Hochschulen (öffnet in neuem Tab), die 2024 auf der Konferenz KDD vorgestellt wurde. Im Deutschen hört man auch KI-SEO, AI SEO oder LLM-Optimierung. Gemeint ist meist dasselbe.
Im Vergleich
| Merkmal | SEO | GEO |
|---|---|---|
| Ziel | Ein guter Platz in der Trefferliste | Als Quelle in der KI-Antwort genannt werden |
| Wer liest deine Seite | Menschen, nach dem Klick | Zuerst die KI, dann vielleicht Menschen |
| Grundlage | Der Suchindex von Google oder Bing | Suchindizes und eigene Crawler der KI-Anbieter |
| Was zählt | Relevanz, Qualität, Technik, Links | Dasselbe, dazu klare und zitierbare Aussagen |
| Messen | Rankings und Klicks in der Search Console | Schwieriger, über Besucher von KI-Seiten und Stichproben |
Die wichtigste Erkenntnis
Google schreibt in seiner Dokumentation zu den KI-Funktionen (öffnet in neuem Tab), dass es keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen gibt, um in der KI-Übersicht oder im KI-Modus zu erscheinen. Wer dir einen geheimen Trick für die KI-Suche verkauft, verkauft meist klassisches SEO unter neuem Namen.
GEO-Optimierung
Garantieren kann das niemand, auch nicht für Google-Rankings. Diese Punkte machen es aber wahrscheinlicher, dass KI-Suchen deine Seite finden, verstehen und zitieren.
Die llms.txt ist eine Textdatei im Hauptverzeichnis einer Website, die KI-Systemen eine Übersicht der wichtigsten Inhalte geben soll. Vorgeschlagen wurde sie 2024 von Jeremy Howard, einem bekannten KI-Entwickler. Ein offizieller Standard ist sie nicht.
Google schreibt ausdrücklich, dass du keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder speziellen strukturierten Daten brauchst, um in den KI-Funktionen zu erscheinen. Dass ChatGPT, Claude oder Perplexity die Datei für ihre Suche auswerten, haben die Anbieter nicht bestätigt. Verbreitet ist sie vor allem bei technischen Dokumentationen, die von Programmier-Assistenten gelesen werden.
Schaden tut eine llms.txt nicht. Für eine normale Unternehmenswebsite ist sie aber keine Priorität. Die Zeit steckst du besser in klare Inhalte.
Strukturierte Daten nach schema.org helfen Suchmaschinen, Inhalte wie Firmendaten, Bewertungen oder FAQs einzuordnen. Für die KI-Funktionen von Google sind laut Google keine speziellen nötig. Für die normale Suche bleiben sie sinnvoll, und sie müssen zum sichtbaren Text passen.
Das ist bisher der schwierigste Teil. Es gibt kein Ranking, das du einfach ablesen kannst. Diese drei Wege helfen trotzdem weiter.
Wie ich das für Selbständige und kleine Unternehmen umsetze, steht auf der Seite SEO & GEO.
Eine schnelle, technisch saubere Seite ist dabei die Grundlage für beides, Google und KI. Wie du die Ladezeit misst, steht im Ratgeber zu den Core Web Vitals.
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Häufige Fragen
GEO ist die Abkürzung für Generative Engine Optimization. Gemeint ist, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Suchen wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersicht von Google sie finden, verstehen und als Quelle nennen. Der Begriff stammt aus einer Studie, die 2024 auf der Konferenz KDD vorgestellt wurde.
SEO sorgt dafür, dass deine Seite in der Trefferliste weit oben steht. GEO sorgt dafür, dass KI-Suchen deine Seite in ihren Antworten nennen. Die Grundlagen sind weitgehend dieselben, GEO legt nur mehr Gewicht auf klare, zitierbare Aussagen und Belege.
Nein. KI-Suchen nutzen Suchindizes, um passende Quellen zu finden. Wer bei Google und Bing nicht gefunden wird, wird auch in KI-Antworten selten genannt. Google schreibt selbst, dass die bewährten SEO-Grundlagen auch für die KI-Übersicht und den KI-Modus gelten.
Garantieren lässt sich das nicht. Die Chancen steigen, wenn deine Seite bei Bing und Google gut gefunden wird, der Crawler OAI-SearchBot in der robots.txt erlaubt ist und deine Inhalte konkrete Fragen klar und mit Belegen beantworten. Laut OpenAI (öffnet in neuem Tab) erscheinen Seiten, die OAI-SearchBot sperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT.
Laut Google gibt es keine zusätzlichen Anforderungen. Deine Seite muss indexiert sein und in der normalen Suche mit Ausschnitt erscheinen dürfen. Dazu kommen hilfreiche Inhalte, die eine Frage klar beantworten, und eine technisch saubere Seite.
Unterscheide zwischen Such-Crawlern und Trainings-Crawlern. OAI-SearchBot und Claude-SearchBot sorgen dafür, dass du in den Suchantworten auftauchst. Sie solltest du zulassen. GPTBot und ClaudeBot sammeln Daten für das Training der Modelle. Sie kannst du sperren, ohne aus der Suche zu verschwinden. Google-Extended steuert die Nutzung für Googles KI-Modelle und hat laut Google keinen Einfluss auf die Google-Suche.
Google schreibt, dass keine KI-Textdateien nötig sind. Andere Anbieter haben nicht bestätigt, dass sie die llms.txt für ihre Suche auswerten. Schaden tut sie nicht, für eine normale Unternehmenswebsite ist sie aber keine Priorität.
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