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Ratgeber KI-Suche

Was ist GEO und wie wirst du in der KI-Suche gefunden?

Immer mehr Menschen fragen ChatGPT oder lesen zuerst die KI-Übersicht bei Google. GEO sorgt dafür, dass deine Website dort als Quelle auftaucht. Hier erfährst du, was dahintersteckt und was wirklich hilft.

Das Wichtigste in Kürze

  • GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Suchen wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersicht von Google sie als Quelle nennen.
  • In Deutschland gibt es die KI-Übersicht bei Google seit März 2025 und den KI-Modus seit Oktober 2025.
  • Google sagt selbst, dass es für seine KI-Funktionen keine zusätzlichen Anforderungen gibt. Die Grundlagen guter Suchmaschinenoptimierung gelten weiter.
  • Am meisten hilft, was auch bei Google hilft. Klare Antworten, belegte Fakten, eine technisch saubere Seite und Erwähnungen auf anderen Websites.
  • Eine llms.txt oder spezielle Markups brauchst du für Google nicht. Ob andere KI-Anbieter die Datei auswerten, ist nicht belegt.

Von Benny ScheyStand

Was ist GEO?

GEO ist die Abkürzung für Generative Engine Optimization. Generative Engines sind Suchsysteme, die nicht nur eine Liste von Links zeigen, sondern selbst eine Antwort schreiben. Dafür lesen sie passende Websites und fassen sie zusammen. Wer dabei als Quelle genannt wird, bekommt Sichtbarkeit und oft auch Besucher.

Der Begriff stammt aus einer Studie von Forschern der Princeton University und weiterer Hochschulen (öffnet in neuem Tab), die 2024 auf der Konferenz KDD vorgestellt wurde. Im Deutschen hört man auch KI-SEO, AI SEO oder LLM-Optimierung. Gemeint ist meist dasselbe.

Wo KI-Antworten heute auftauchen

  • Google KI-Übersicht über den normalen Suchergebnissen, in Deutschland seit März 2025
  • Google KI-Modus, ein eigener Bereich für Fragen im Gesprächsstil, in Deutschland seit Oktober 2025
  • ChatGPT mit Websuche, dazu Perplexity, Claude, Gemini und Microsoft Copilot

Im Vergleich

SEO und GEO

MerkmalSEOGEO
ZielEin guter Platz in der TrefferlisteAls Quelle in der KI-Antwort genannt werden
Wer liest deine SeiteMenschen, nach dem KlickZuerst die KI, dann vielleicht Menschen
GrundlageDer Suchindex von Google oder BingSuchindizes und eigene Crawler der KI-Anbieter
Was zähltRelevanz, Qualität, Technik, LinksDasselbe, dazu klare und zitierbare Aussagen
MessenRankings und Klicks in der Search ConsoleSchwieriger, über Besucher von KI-Seiten und Stichproben

Die wichtigste Erkenntnis

Gutes GEO ist gutes SEO.

Google schreibt in seiner Dokumentation zu den KI-Funktionen (öffnet in neuem Tab), dass es keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen gibt, um in der KI-Übersicht oder im KI-Modus zu erscheinen. Wer dir einen geheimen Trick für die KI-Suche verkauft, verkauft meist klassisches SEO unter neuem Namen.

GEO-Optimierung

So erhöhst du die Chance, genannt zu werden

Garantieren kann das niemand, auch nicht für Google-Rankings. Diese Punkte machen es aber wahrscheinlicher, dass KI-Suchen deine Seite finden, verstehen und zitieren.

  1. Erst bei Google und Bing gefunden werdenKI-Suchen greifen auf Suchindizes zurück. Melde deine Seite in der Google Search Console und den Bing Webmaster Tools an. Bing ist wichtig, weil ChatGPT für seine Suche nach verbreiteter Einschätzung auch auf den Bing-Index zugreift.
  2. Die richtigen Crawler zulassenFür die Suche in ChatGPT ist OAI-SearchBot zuständig, bei Claude der Claude-SearchBot. Sperrst du sie in der robots.txt, erscheinst du dort nicht als Quelle. GPTBot und ClaudeBot sammeln dagegen Trainingsdaten. Sie kannst du sperren, ohne aus der Suche zu verschwinden.
  3. Die Antwort zuerstStell die Frage als Überschrift und beantworte sie im ersten Satz darunter. Details folgen danach. So kann eine KI die Antwort sauber übernehmen.
  4. Belegte Fakten statt FloskelnKonkrete Zahlen, Preise, Fristen und Quellen. In der GEO-Studie wurden Seiten mit Zitaten, Statistiken und Quellenangaben deutlich häufiger sichtbar, je nach Thema um bis zu 40 Prozent.
  5. Inhalte als echter TextWas nur in Bildern, PDFs oder nachgeladenem JavaScript steht, erfasst nicht jeder Crawler. Wichtige Aussagen gehören als Text direkt in die Seite.
  6. Erwähnungen auf anderen SeitenKI-Suchen verlassen sich nicht nur auf deine Website. Bewertungen, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse und Artikel über dich bestätigen, wer du bist und was du kannst.
  7. Aktuell haltenEin sichtbares Datum und Inhalte, die zum Stand passen. Veraltete Preise oder Angaben sind ein Grund, eine andere Quelle zu wählen.

Brauchst du eine llms.txt?

Die llms.txt ist eine Textdatei im Hauptverzeichnis einer Website, die KI-Systemen eine Übersicht der wichtigsten Inhalte geben soll. Vorgeschlagen wurde sie 2024 von Jeremy Howard, einem bekannten KI-Entwickler. Ein offizieller Standard ist sie nicht.

Google schreibt ausdrücklich, dass du keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder speziellen strukturierten Daten brauchst, um in den KI-Funktionen zu erscheinen. Dass ChatGPT, Claude oder Perplexity die Datei für ihre Suche auswerten, haben die Anbieter nicht bestätigt. Verbreitet ist sie vor allem bei technischen Dokumentationen, die von Programmier-Assistenten gelesen werden.

Schaden tut eine llms.txt nicht. Für eine normale Unternehmenswebsite ist sie aber keine Priorität. Die Zeit steckst du besser in klare Inhalte.

Und strukturierte Daten?

Strukturierte Daten nach schema.org helfen Suchmaschinen, Inhalte wie Firmendaten, Bewertungen oder FAQs einzuordnen. Für die KI-Funktionen von Google sind laut Google keine speziellen nötig. Für die normale Suche bleiben sie sinnvoll, und sie müssen zum sichtbaren Text passen.

Wie misst man GEO?

Das ist bisher der schwierigste Teil. Es gibt kein Ranking, das du einfach ablesen kannst. Diese drei Wege helfen trotzdem weiter.

  • Search Console. Klicks und Impressionen aus der KI-Übersicht und dem KI-Modus zählt Google bei den normalen Leistungsdaten mit.
  • Besucher von KI-Seiten. In GA4 oder deiner Statistik siehst du Besucher, die von chatgpt.com, perplexity.ai oder anderen KI-Diensten kommen.
  • Stichproben. Stell die Fragen, die deine Kunden stellen würden, regelmäßig in ChatGPT, Perplexity und Google. Notiere, ob und wie du genannt wirst.

Wie ich das für Selbständige und kleine Unternehmen umsetze, steht auf der Seite SEO & GEO.

Eine schnelle, technisch saubere Seite ist dabei die Grundlage für beides, Google und KI. Wie du die Ladezeit misst, steht im Ratgeber zu den Core Web Vitals.

Aus dem Blog

Mehr zu SEO und KI-Suche

Häufige Fragen

Fragen zu GEO und KI-Suche

  • Was ist GEO?

    GEO ist die Abkürzung für Generative Engine Optimization. Gemeint ist, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Suchen wie ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersicht von Google sie finden, verstehen und als Quelle nennen. Der Begriff stammt aus einer Studie, die 2024 auf der Konferenz KDD vorgestellt wurde.

  • Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?

    SEO sorgt dafür, dass deine Seite in der Trefferliste weit oben steht. GEO sorgt dafür, dass KI-Suchen deine Seite in ihren Antworten nennen. Die Grundlagen sind weitgehend dieselben, GEO legt nur mehr Gewicht auf klare, zitierbare Aussagen und Belege.

  • Ist SEO durch KI überflüssig geworden?

    Nein. KI-Suchen nutzen Suchindizes, um passende Quellen zu finden. Wer bei Google und Bing nicht gefunden wird, wird auch in KI-Antworten selten genannt. Google schreibt selbst, dass die bewährten SEO-Grundlagen auch für die KI-Übersicht und den KI-Modus gelten.

  • Wie komme ich in die Antworten von ChatGPT?

    Garantieren lässt sich das nicht. Die Chancen steigen, wenn deine Seite bei Bing und Google gut gefunden wird, der Crawler OAI-SearchBot in der robots.txt erlaubt ist und deine Inhalte konkrete Fragen klar und mit Belegen beantworten. Laut OpenAI (öffnet in neuem Tab) erscheinen Seiten, die OAI-SearchBot sperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT.

  • Wie komme ich in die KI-Übersicht von Google?

    Laut Google gibt es keine zusätzlichen Anforderungen. Deine Seite muss indexiert sein und in der normalen Suche mit Ausschnitt erscheinen dürfen. Dazu kommen hilfreiche Inhalte, die eine Frage klar beantworten, und eine technisch saubere Seite.

  • Sollte ich KI-Crawler blockieren?

    Unterscheide zwischen Such-Crawlern und Trainings-Crawlern. OAI-SearchBot und Claude-SearchBot sorgen dafür, dass du in den Suchantworten auftauchst. Sie solltest du zulassen. GPTBot und ClaudeBot sammeln Daten für das Training der Modelle. Sie kannst du sperren, ohne aus der Suche zu verschwinden. Google-Extended steuert die Nutzung für Googles KI-Modelle und hat laut Google keinen Einfluss auf die Google-Suche.

  • Brauche ich eine llms.txt?

    Google schreibt, dass keine KI-Textdateien nötig sind. Andere Anbieter haben nicht bestätigt, dass sie die llms.txt für ihre Suche auswerten. Schaden tut sie nicht, für eine normale Unternehmenswebsite ist sie aber keine Priorität.

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