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Ratgeber Landingpages

Was ist eine Landingpage und wie ist sie aufgebaut?

Eine Landingpage hat genau einen Job. Besucher aus einer Kampagne sollen eine bestimmte Handlung ausführen. Hier erfährst du, was sie von einer Website unterscheidet, wie sie aufgebaut ist und wie du sie verbesserst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Landingpage ist eine einzelne Seite für eine bestimmte Kampagne mit genau einem Ziel, etwa einer Anfrage, einer Anmeldung oder einer Bewerbung.
  • Besucher kommen meist über eine Anzeige, einen Newsletter oder einen Link aus Social Media und nicht über das Menü einer Website.
  • Anders als eine Website verzichtet eine Landingpage meist auf die Navigation, damit nichts vom Ziel ablenkt.
  • Eine gute Landingpage folgt einem klaren Aufbau aus Überschrift, Nutzen, Belegen, Antworten auf Einwände und Handlungsaufruf.
  • Ob sie funktioniert, zeigt erst die Messung, zum Beispiel mit Google Tag Manager und GA4.

Von Benny ScheyStand

Was ist eine Landingpage?

Das Wort kommt vom englischen „to land“. Gemeint ist die Seite, auf der jemand nach einem Klick landet, etwa auf eine Anzeige bei Google oder einen Link im Newsletter. Im engeren Sinn ist eine Landingpage eine eigenständige Seite, die genau für diese Kampagne gebaut wurde.

Ihr wichtigstes Merkmal ist das eine Ziel. Eine Website will informieren, Vertrauen schaffen und viele Fragen beantworten. Eine Landingpage will, dass Besucher genau eine Sache tun. Alles auf der Seite arbeitet darauf hin.

Typische Arten von Landingpages

  • Anfrage-Seite für ein bestimmtes Angebot, oft aus Google Ads
  • Anmeldeseite für ein Webinar, ein Event oder einen Newsletter
  • Karriereseite für eine Stelle oder eine Recruiting-Kampagne
  • Angebots- oder Launch-Seite für ein neues Produkt oder eine Aktion
  • Download-Seite, auf der es einen Leitfaden oder eine Checkliste gegen die E-Mail-Adresse gibt

Im Vergleich

Landingpage oder Website

MerkmalLandingpageWebsite
ZielGenau eine HandlungInformieren und Vertrauen aufbauen
Besucher kommen überAnzeige, Newsletter, Social MediaGoogle-Suche, Empfehlung, direkt
NavigationMeist keineMenü mit allen Bereichen
InhaltEin Angebot, eine BotschaftAlle Leistungen und Themen
LebensdauerOft nur für eine KampagneDauerhaft
Bei Google auffindbarOft bewusst nichtJa
Erfolg messenAnteil der Besucher, die handelnViele Kennzahlen

Aufbau

So ist eine gute Landingpage aufgebaut

Die Reihenfolge folgt den Fragen, die sich Besucher stellen. Bin ich hier richtig? Was habe ich davon? Kann ich dem trauen? Was muss ich tun? Je früher eine Seite diese Fragen beantwortet, desto weniger Besucher springen ab.

  1. Eine Überschrift, die zur Anzeige passtWer auf „Steuerberater für Gründer“ klickt, will genau das lesen. Greift die Überschrift die Worte der Anzeige auf, wissen Besucher sofort, dass sie richtig sind.
  2. Der Nutzen in einem SatzDirekt darunter steht, was Besucher konkret davon haben. Nicht was du machst, sondern was sich für sie ändert.
  3. Ein klarer Handlungsaufruf im ersten BildschirmEin Button mit einer eindeutigen Handlung, etwa „Termin anfragen“ statt „Mehr erfahren“. Wer schon überzeugt ist, soll nicht scrollen müssen.
  4. BelegeKundenstimmen, Bewertungen, Logos von Kunden, Zahlen oder Zertifikate. Sie beantworten die Frage, ob man dir trauen kann.
  5. Antworten auf EinwändeWas kostet es, wie läuft es ab, was passiert nach dem Absenden? Eine kurze FAQ nimmt Zweifel, bevor sie zum Absprung führen.
  6. Ein kurzes FormularNur die Felder, die du für den nächsten Schritt wirklich brauchst. Bei mehr Fragen hilft ein Formular in mehreren Schritten.
  7. Der Handlungsaufruf am EndeWer bis unten gelesen hat, ist interessiert. Dort steht der Button noch einmal, mit derselben Handlung wie oben.

Die wichtigste Regel

Eine Seite, ein Ziel.

Sobald eine Landingpage zwei Dinge gleichzeitig will, etwa eine Anfrage und eine Newsletter-Anmeldung, konkurrieren die Ziele miteinander. Besucher zögern, und am Ende passiert oft keins von beiden. Hast du zwei Ziele, baue zwei Seiten.

Landingpage optimieren

Optimieren heißt bei einer Landingpage vor allem, den Anteil der Besucher zu erhöhen, die die gewünschte Handlung ausführen. Diese Quote nennt man Conversion Rate. Kommen 1.000 Besucher und 30 davon fragen an, liegt sie bei 3 Prozent.

Erst messen

Ohne Messung ist jede Änderung Raten. Richte vor dem Start ein, dass jede Anfrage als Ereignis erfasst wird, etwa über den Google Tag Manager in GA4 und in deinem Werbekonto. Bei Formularen in mehreren Schritten lohnt es sich, jeden Schritt einzeln zu messen. Dann siehst du, wo Besucher aussteigen.

Die häufigsten Stellschrauben

  • Botschaft angleichen. Überschrift und Angebot genau auf die Anzeige abstimmen, die Besucher geklickt haben.
  • Formular kürzen. Jedes Feld, das du nicht brauchst, ist ein Grund aufzuhören.
  • Auf dem Handy prüfen. Ein großer Teil der Besucher kommt mobil. Button, Formular und Texte müssen dort genauso gut funktionieren.
  • Ladezeit verbessern. Wer wartet, ist weg, bevor die Seite da ist. Wie du die Ladezeit misst, steht im Ratgeber zu den Core Web Vitals.
  • Belege nach oben holen. Eine starke Bewertung oder ein bekanntes Kundenlogo nahe am Handlungsaufruf schafft Vertrauen.

A/B-Tests nur mit genug Besuchern

Bei einem A/B-Test sehen zwei Gruppen von Besuchern zwei Varianten einer Seite. Das ist die sauberste Art zu prüfen, was besser funktioniert. Damit das Ergebnis aussagekräftig ist, braucht jede Variante aber genug Conversions. Bei wenig Traffic sind gezielte Änderungen mit einem Vorher-Nachher-Vergleich über mehrere Wochen oft der realistischere Weg.

Wenn du eine Landingpage brauchst, die von Anfang an messbar ist, schau dir an, wie ich Landingpages erstelle.

Aus dem Blog

Mehr zu Hero, Text und Call to Action

Häufige Fragen

Fragen zu Landingpages

  • Was ist eine Landingpage?

    Eine Landingpage ist eine einzelne Webseite, auf der Besucher nach einem Klick landen, etwa auf eine Anzeige oder einen Link im Newsletter. Sie ist für eine bestimmte Kampagne gebaut und hat genau ein Ziel, zum Beispiel eine Anfrage, eine Anmeldung oder eine Bewerbung.

  • Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer Homepage?

    Die Homepage ist die Startseite deiner Website. Sie stellt dich vor und bietet viele Wege zu allen Bereichen. Eine Landingpage dient einer einzelnen Kampagne, verzichtet meist auf das Menü und führt zu genau einer Handlung.

  • Wie lang sollte eine Landingpage sein?

    Es gibt keine feste Länge. Für eine kostenlose Anmeldung reicht oft ein Bildschirm. Ein teures oder erklärungsbedürftiges Angebot braucht mehr Belege und Antworten auf Einwände. Wichtig ist, dass der Handlungsaufruf schon oben steht und am Ende wiederholt wird.

  • Braucht eine Landingpage ein Menü?

    Meist nicht. Jeder Link, der von der Seite wegführt, ist eine Möglichkeit, das Ziel nicht zu erreichen. Üblich sind nur das Logo und rechtlich nötige Links wie Impressum und Datenschutz.

  • Wie misst man den Erfolg einer Landingpage?

    Der wichtigste Wert ist die Conversion Rate, also der Anteil der Besucher, die anfragen, sich anmelden oder bewerben. Dafür wird jede erfolgreiche Handlung als Ereignis erfasst, zum Beispiel über den Google Tag Manager in GA4 und im Werbekonto. Zusammen mit den Kampagnen-Parametern siehst du dann auch, welche Anzeige die Anfragen bringt.

  • Sollte eine Landingpage bei Google gefunden werden?

    Seiten für Anzeigen werden oft von Google ausgeschlossen, damit sie nicht mit den normalen Seiten der Website konkurrieren und keine doppelten Inhalte entstehen. Dauerhafte Seiten, etwa für Stellenangebote oder ein Hauptangebot, können dagegen bewusst gefunden werden.

  • Was kostet es, eine Landingpage erstellen zu lassen?

    Bei mir kostet eine einzelne Kampagnen-Landingpage ab 1.900 € zzgl. Umsatzsteuer, mit Tracking, Formular und Einwilligung. Ein System, mit dem dein Team Landingpages selbst baut, kostet ab 6.900 €. Alle Details stehen bei Landingpage erstellen lassen.

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