Viele Selbständige tun sich schwer mit dem Preis.
„Wenn ich ihn zeige, springen die Leute ab.“ „Wenn ich ihn nicht zeige, melden sie sich vielleicht trotzdem.“ „Ich muss das doch individuell kalkulieren.“
Das ist alles nachvollziehbar. Aber versteckte Preise kosten Vertrauen und bringen dir Anfragen, die nicht passen.
Warum ein Preis hilft
Ein klar genannter Preis
- zeigt, dass du zu deinem Angebot stehst,
- filtert Anfragen, die nicht zu deinem Budget passen,
- spart dir und deinen Interessenten Zeit,
- gibt Orientierung und Sicherheit.
Niemand fragt gern blind an, ohne zu wissen, ob er sich das leisten kann. Viele suchen dann lieber weiter, bei jemandem, der seine Preise nennt.
Was oft schiefläuft
- Der Preis steht versteckt im letzten Punkt der FAQ.
- Er fehlt komplett.
- Es heißt nur „auf Anfrage, jedes Projekt ist individuell“.
Dann bleibt deinen Besuchern nur raten, googeln oder weitersuchen.
So gibst du Preise auf deiner Website an
Eine klare Größenordnung
Du musst keine Preisliste mit jedem Detail veröffentlichen. Eine Orientierung reicht:
- „Ab 2.500 €“
- „Die meisten Projekte liegen zwischen 3.000 und 5.000 €“
- „Paket Start 1.800 €, Paket Plus 3.500 €“
Pakete statt Einzelpreise
Zwei oder drei Pakete mit klarem Umfang machen die Entscheidung leicht. Das mittlere Paket ist oft das, das am besten zu den meisten Kunden passt. Wichtig ist, dass sich die Pakete wirklich unterscheiden und nicht nur im Namen.
Zeig, was enthalten ist
Ein Preis ohne Inhalt ist nur eine Zahl. Beschreibe, was dazugehört, und auch, was nicht. So wird aus einer Zahl ein Wert, und es gibt später keine Überraschungen.
Gib dem Preis Kontext
Ein Satz, der erklärt, warum der Preis so ist, wie er ist, zeigt Haltung. Etwa „Du bekommst einen Festpreis, damit du vorher weißt, woran du bist“. Oder „Eine Website, die keine Anfragen bringt, kostet dich mehr als eine, die es tut“.
Netto oder brutto klar kennzeichnen
Verkaufst du an Verbraucher, nennst du Bruttopreise. Arbeitest du nur für Unternehmen, sind Nettopreise üblich. Schreib in jedem Fall dazu, was gemeint ist, etwa „zzgl. USt“.
Platziere ihn sichtbar, aber nicht dominant
Kein Pop-up und nicht als erste Überschrift. Gute Stellen sind:
- ein eigener Abschnitt mit Paketen oder Preisen auf der Angebotsseite
- im unteren Teil der Seite, wenn Leser das Angebot schon verstanden haben
- zusätzlich kurz in den häufigen Fragen
Was passiert, wenn du keine Preise nennst
- Es melden sich mehr Menschen, die nicht dein Budget haben.
- Du wirkst unsicher oder unentschlossen.
- Das unangenehme Gespräch wird nur verschoben und dadurch schwieriger.
So mache ich es selbst
Auf meiner Website stehen meine Preise offen, von den Website-Paketen ab 2.500 Euro bis zum Stundensatz von 100 Euro. Wie ich das aufgebaut habe, siehst du unter Website erstellen lassen. Was Websites allgemein kosten, steht im Ratgeber Was kostet eine Website?
Kurz zusammengefasst
Preistransparenz ist kein Risiko, sondern eine Einladung. Ein sichtbarer Preis mit klarem Inhalt bringt dir die richtigen Anfragen und zeigt, dass du weißt, was deine Arbeit wert ist.
Wie du das Angebot formulierst, zu dem der Preis gehört, steht im Beitrag So formulierst du dein Nutzenversprechen.
Titelbild: Foto über rawpixel, Lizenz CC0 (öffnet in neuem Tab), gefunden über Openverse.



