„Website ab 499 Euro“. Solche Angebote sind überall, und sie klingen verlockend. Endlich eine günstige Website für den eigenen Auftritt.
Das Problem ist selten der Preis selbst. Es ist das, was für diesen Preis fehlt. Eine Website, die keine Anfragen bringt, kostet dich jeden Monat Geld, auch wenn sie günstig war. Und wenn du sie nach kurzer Zeit ersetzen musst, zahlst du zweimal.
Woran du Billig-Webdesign erkennst
Der Preis steht vor der ersten Frage
Wie kann jemand wissen, was deine Website kostet, ohne eine einzige Frage zu stellen? Ein Festpreis ist gut, wenn er auf einem klaren Umfang beruht. Ein Pauschalpreis ohne Gespräch heißt meist:
- eine fertige Vorlage, kaum angepasst
- keine Gedanken über deine Zielgruppe und deine Inhalte
- wenige Stunden Arbeit pro Projekt
- Standardfunktionen für alle, egal was du brauchst
Alle Referenzen sehen gleich aus
Du klickst durch das Portfolio und siehst immer dieselbe Seite mit anderem Logo? Dann bekommst du eine Vorlage mit neuen Farben. Das muss nicht schlecht aussehen, aber es hebt dich nicht von anderen ab.
Die Technik bleibt im Dunkeln
Welches System, welches Hosting, wer kümmert sich um Updates? Bei vielen günstigen Angeboten bleibt das offen. Typische Folgen sind veraltete Themes, Plugins mit Sicherheitslücken, Tracking ohne Einwilligung und eine Seite, die auf dem Handy langsam lädt.
Nach dem Start herrscht Funkstille
Antworten kommen erst nach Tagen, es gibt keinen festen Ansprechpartner, und nach der Übergabe ist niemand mehr zu erreichen. Dann stehst du bei jedem Problem allein da.
Was eine günstige Website wirklich kostet
Vertrauen und Anfragen
Deine Website ist oft der erste Eindruck. Wirkt sie lieblos, langsam oder unübersichtlich, gehen Besucher, bevor sie anfragen. Das siehst du nicht auf einer Rechnung, aber in deinem Postfach.
Deine Zeit
Eine günstige Website, die nicht passt, führt oft zum Basteln. Du änderst Texte, suchst Bilder, versuchst Plugins zu verstehen. Das sind Stunden, in denen du an deinem eigentlichen Geschäft arbeiten könntest. Rechne einmal ehrlich. Wie viele Stunden hast du im letzten Jahr an deiner Website herumprobiert, und was hättest du in dieser Zeit verdient?
Den Neustart
Irgendwann holst du dir doch jemanden, der es richtig macht. Dann zahlst du das neue Projekt und hast die Zeit und die Anfragen aus dem ersten Versuch verloren. Wie ein Neustart sauber abläuft, steht im Ratgeber zum Website-Relaunch.
Eine einfache Rechnung
Angenommen, deine Website bringt dir im Jahr zwei Aufträge weniger, als sie könnte, weil sie unklar ist oder auf dem Handy nicht funktioniert. Wenn ein Auftrag dir 1.500 Euro einbringt, sind das 3.000 Euro im Jahr. Dazu kommen die Stunden, in denen du selbst nachbesserst. Die Ersparnis beim Kauf ist dann schnell aufgebraucht.
Die Zahlen sind ein Beispiel. Setz deine eigenen ein, dann siehst du, was eine Website für dich leisten muss.
„Aber ich brauche doch keine Luxus-Website“
Stimmt. Nicht jede Website muss aufwendig sein. Aber sie muss funktionieren. Das heißt:
- schnell auf Handy und Rechner
- klar aufgebaut, mit einem eindeutigen nächsten Schritt
- Texte, die deine Kunden ansprechen
- bei Google auffindbar, mit sauberer Technik
- datenschutzfreundlich, mit Einwilligung für Tracking
- selbst pflegbar, ohne für jede Änderung jemanden zu brauchen
Das braucht keine Animationen und kein riesiges Budget. Aber es braucht Zeit und Erfahrung. Was eine Website realistisch kostet, beim Freelancer, bei der Agentur oder im Baukasten, steht im Ratgeber Was kostet eine Website?
Und Baukästen?
Wix, Squarespace und ähnliche Anbieter sind für den Einstieg eine ehrliche Lösung, wenn du selbst gestalten willst. Du solltest aber wissen, worauf du dich einlässt:
- Du zahlst jeden Monat, solange die Seite online ist.
- Zusatzfunktionen kosten oft extra.
- Die Gestaltung ist an Vorlagen gebunden.
- Ein Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet fast immer einen Neubau.
Ein Baukasten ist günstig, wenn du deine eigene Zeit nicht mitrechnest. Einen ehrlichen Vergleich der Systeme findest du im Beitrag WordPress-Alternativen im ehrlichen Vergleich.
So findest du einen guten Webdesigner
Er stellt Fragen
Für wen ist die Website? Was soll sie erreichen? Wie kommen deine Kunden heute zu dir? Was soll nach dem Start passieren? Wenn du ein Angebot bekommst, bevor du dein Vorhaben erklären konntest, ist Vorsicht angebracht.
Er spricht Klartext
Gute Webdesigner erklären verständlich, was sie tun und warum. Sie sagen dir auch, was du (noch) nicht brauchst.
Er nennt einen klaren Preis
Ein guter Anbieter sagt dir vorher, was es kostet und was enthalten ist. Ob Festpreis oder Abrechnung nach Stunden, wichtig ist, dass du nicht raten musst.
Seine Referenzen funktionieren
Öffne Referenz-Websites auf deinem Handy. Laden sie schnell? Findest du dich zurecht? Gibt es echte Kundenstimmen mit Namen, zum Beispiel bei Google?
Er ist auch nach dem Start da
Frag nach, wie es nach der Übergabe weitergeht. Wer behebt Fehler, wer hilft bei Änderungen, und was kostet das?
Kurz zusammengefasst
Eine Website für 499 Euro kostet selten nur 499 Euro. Die Frage ist nicht, wie wenig du ausgeben kannst, sondern was die Website für dich leisten soll. Eine solide Seite, die Vertrauen schafft und Anfragen bringt, ist kein Kostenfaktor, sondern ein Werkzeug für dein Geschäft.
Bei mir bekommst du eine Website zum Festpreis ab 2.500 Euro, mit klarem Umfang und einem Monat Betreuung nach dem Start. Alle Pakete findest du unter Website erstellen lassen.
Titelbild: Foto von Karol Dach über StockSnap, Lizenz CC0 (öffnet in neuem Tab), gefunden über Openverse.



