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Restaurant-Website erstellen und diese 5 Fehler vermeiden

Speisekarte als PDF, versteckte Öffnungszeiten, keine Reservierung. Was eine Restaurant-Website wirklich braucht, damit aus Suchenden Gäste werden.

Veröffentlicht am 5 Min. Lesezeit

Gedeckte Tische in einem Restaurant mit Blick durchs Fenster

Das Wichtigste in Kürze

  • Gäste wollen sofort wissen, was es gibt, was es kostet, wann geöffnet ist und wie man reserviert.
  • Die Speisekarte gehört mit Preisen als Text auf die Seite, nicht als PDF.
  • Telefonnummer und Adresse müssen auf dem Handy direkt antippbar sein.
  • Website und Google-Unternehmensprofil sollten dieselben Öffnungszeiten und Angaben zeigen.

Von Benny ScheyAktualisiert am

Du suchst ein Restaurant für heute Abend, findest eine Website und willst sofort wieder weg. Winzige Schrift, die Speisekarte als PDF, keine Preise, und die Telefonnummer versteckt sich im Impressum.

Viele Gastronomie-Websites machen es Gästen schwerer als nötig. Dabei ist es nicht kompliziert, eine Restaurant-Website zu erstellen, die Gäste bringt statt sie zu vertreiben.

Denk wie deine Gäste

Wer ein Restaurant sucht, hat klare Fragen:

  • Was gibt es zu essen, und was kostet es?
  • Wann habt ihr geöffnet?
  • Wo seid ihr genau, und wie komme ich hin?
  • Wie kann ich reservieren?
  • Sieht das Lokal einladend aus?

Klingt banal. Schau dir trotzdem einmal zehn Restaurant-Websites in deiner Umgebung an und zähl, wie viele diese Fragen auf den ersten Blick beantworten.

1. Die Speisekarte ist versteckt

Viele Restaurants zeigen nur einen Auszug, verstecken die Karte in einem Download oder lassen die Preise weg.

Besser: die vollständige Speisekarte mit Preisen direkt auf der Website.

Die Sorge, Preise würden Gäste abschrecken, ist unbegründet. Wem die Preise nicht passen, der kommt ohnehin nicht. Alle anderen wissen vorher, woran sie sind, und rufen nicht extra an.

  • Speisekarte als eigener Menüpunkt
  • als Text auf der Seite, nicht als PDF
  • vegetarische und vegane Gerichte sowie Allergene gut erkennbar
  • bei jeder Änderung aktualisiert

Eine PDF-Karte ist auf dem Handy mühsam: zoomen, wischen, warten. Text auf der Seite lässt sich dagegen gut lesen, vergrößern und vorlesen, und Google kann ihn verstehen. Mit einem Redaktionssystem änderst du Gerichte und Preise selbst, ohne jemanden beauftragen zu müssen.

2. Öffnungszeiten sind schwer zu finden oder veraltet

Öffnungszeiten stehen klein im Footer, Feiertage und Betriebsurlaub fehlen.

Besser: Öffnungszeiten gut sichtbar, auf jeder Seite erreichbar und immer aktuell. Dazu gehören:

  • Zeiten für jeden Tag, bei Bedarf getrennt für Küche, Bar oder Terrasse
  • Feiertage und Betriebsurlaub
  • dieselben Angaben wie in deinem Google-Unternehmensprofil

Mit strukturierten Daten nach schema.org, Typ Restaurant, kannst du Suchmaschinen deine Öffnungszeiten zusätzlich maschinenlesbar mitteilen. Am wichtigsten bleibt aber, dass Website und Google-Profil übereinstimmen.

3. Reservieren ist kompliziert

Besser: mehrere einfache Wege, und der Reservierungsbutton ist auf jeder Seite sichtbar.

  1. Online-Reservierung über ein Buchungssystem, wenn du eines nutzt
  2. Telefon mit einer Nummer, die man auf dem Handy direkt antippen kann
  3. E-Mail oder Formular für größere Gruppen und Feiern

Wichtig ist, dass Gäste nicht suchen müssen. Ein Button mit „Tisch reservieren“ ist klarer als „Kontakt“.

4. Bilder zeigen nicht, wie es bei dir ist

Stockfotos von Pasta, die nicht deine ist, oder dunkle Handyfotos. Beides hilft nicht.

Besser: echte Fotos von deinen Gerichten, deinen Räumen und der Atmosphäre.

  • deine bekanntesten Gerichte
  • Innenraum, Terrasse, Bar
  • Details, die dich besonders machen, etwa die offene Küche
  • Gäste nur mit deren Einverständnis

Ein halber Tag mit einer Food-Fotografin lohnt sich meist. Diese Bilder nutzt du jahrelang, auf der Website, im Google-Profil und in den sozialen Medien. Warum echte Bilder so viel ausmachen, steht im Beitrag Welche Bilder auf deine Website gehören.

5. Anfahrt und Kontakt sind unvollständig

Besser: alle praktischen Infos an einem Ort.

  • vollständige Adresse, auf dem Handy mit einem Tipp in der Karten-App
  • Parkmöglichkeiten und Anbindung an Bus und Bahn
  • Besonderheiten wie Eingang im Hinterhof oder Zugang über Stufen
  • Telefonnummer und E-Mail gut sichtbar, nicht nur im Impressum

Wenn du eine Karte einbindest, denk an den Datenschutz. Google Maps lädt Daten von Google, das gehört hinter eine Einwilligung oder wird erst auf Klick geladen.

Das Handy ist der wichtigste Bildschirm

Restaurants werden oft spontan und unterwegs gesucht. Deine Website muss deshalb vor allem auf dem Handy funktionieren:

  • schnell laden, also Bilder verkleinern und in modernen Formaten ausliefern
  • große, gut treffbare Buttons
  • die wichtigsten Infos ohne langes Scrollen
  • keine Musik oder Videos, die von selbst starten

Lokal gefunden werden

Gastronomie ist ein lokales Geschäft. Neben der Website zählt vor allem dein Google-Unternehmensprofil:

  • vollständige Angaben, aktuelle Öffnungszeiten, gute Fotos
  • auf Bewertungen antworten, freundlich und sachlich, auch auf kritische
  • zufriedene Gäste um eine Bewertung bitten, etwa mit einem QR-Code auf dem Tisch

Auf der Website helfen klare Ortsangaben in den Texten, zum Beispiel „Italienisches Restaurant in der Bamberger Altstadt“. Mehr dazu im Beitrag So wirst du mit Local SEO in deiner Region gefunden.

Online bestellen

Lieferplattformen bringen Reichweite, kosten aber Provision, und der Kontakt zu den Gästen bleibt bei der Plattform. Ein eigenes Bestellsystem macht dich unabhängiger, braucht aber Aufwand. Viele Betriebe fahren gut mit beidem, der Plattform für neue Gäste und der eigenen Bestellung für Stammgäste.

Welche Seiten eine Restaurant-Website braucht

Für die meisten Betriebe reichen wenige Seiten, oft sogar eine einzige:

  1. Start: ein starkes Foto, ein Satz zu Küche und Lage, Öffnungszeiten heute, Button zum Reservieren
  2. Speisekarte: vollständig, mit Preisen und Allergenen
  3. Über uns: wer kocht, woher die Zutaten kommen, was das Lokal besonders macht
  4. Reservierung und Anfahrt: alle Wege zum Tisch und alle Wege zum Haus
  5. Impressum und Datenschutz

Ob dafür eine einzige lange Seite reicht, steht im Beitrag Wann ein Onepager als Website reicht.

Checkliste für deine Restaurant-Website

  • Speisekarte mit Preisen als Text auf der Seite
  • Öffnungszeiten aktuell und gut sichtbar
  • Reservierung mit einem Klick erreichbar
  • Telefonnummer und Adresse auf dem Handy antippbar
  • echte Fotos von Essen und Räumen
  • Anfahrt mit Parken und öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Google-Unternehmensprofil vollständig und gleichlautend
  • Karten, Videos und Tracking erst nach Einwilligung

Kurz zusammengefasst

Eine gute Restaurant-Website ist wie ein guter Kellner. Sie beantwortet die wichtigsten Fragen, bevor jemand fragen muss. Vollständige Speisekarte, klare Öffnungszeiten, einfache Reservierung und echte Bilder sind die Grundlage. Alles andere kommt danach.

Wenn du eine Website für deinen Betrieb planst, schau dir an, wie ich Websites erstelle.

Titelbild: Foto von Leeroy über StockSnap, Lizenz CC0 (öffnet in neuem Tab), gefunden über Openverse.

Schlagworte:GastronomieRestaurant WebsiteLocal SEO

Häufige Fragen

  • Was kostet eine Website für ein Restaurant?

    Das hängt vom Umfang ab, etwa davon, ob eine Online-Reservierung oder ein Bestellsystem dazugehört. Eine individuell gebaute Website liegt meist im Bereich einiger tausend Euro, ein Baukasten ist günstiger, braucht aber mehr eigene Zeit. Eine Übersicht steht im Ratgeber Was kostet eine Website?

  • Sollte die Speisekarte als PDF auf die Website?

    Besser nicht als einzige Variante. Eine PDF-Karte ist auf dem Handy mühsam zu lesen, schwer barrierefrei und für Google schlechter zu verstehen. Als Text auf der Seite lässt sie sich zoomen, vorlesen und schnell aktualisieren. Ein PDF zum Ausdrucken kann zusätzlich angeboten werden.

  • Brauche ich eine Online-Reservierung?

    Nicht unbedingt. Wichtig ist, dass Gäste ohne Suchen reservieren können. Für viele Betriebe reicht eine antippbare Telefonnummer und ein Formular für Gruppen. Ein Buchungssystem lohnt sich, wenn viele Reservierungen außerhalb der Öffnungszeiten kommen.

  • Wie wird mein Restaurant bei Google gefunden?

    Vor allem über ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten, guten Fotos und Bewertungen. Die Website ergänzt das mit klaren Ortsangaben und derselben Adresse. Mehr dazu im Beitrag So wirst du mit Local SEO in deiner Region gefunden.

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