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Website oder Social Media? Warum du beides brauchst, mit verschiedenen Aufgaben

LinkedIn läuft gut, brauchst du da noch eine Website? Ja. Warum Social Media und Website verschiedene Aufgaben haben und wie du beide sinnvoll verbindest.

Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit

Hand hält ein Smartphone

Das Wichtigste in Kürze

  • Social Media bringt Reichweite und erste Kontakte, gehört dir aber nicht.
  • Auf der Website holen sich Interessenten die Bestätigung, bevor sie anfragen.
  • Google und KI-Suchen finden dich dauerhaft fast nur über deine Website.
  • Social Media ist für Gedanken und Austausch, die Website für Angebot, Ablauf und Preise.

Von Benny ScheyAktualisiert am

LinkedIn läuft gut. Du bekommst Reaktionen, Kommentare und vielleicht schon Anfragen. Du baust Reichweite auf und zeigst Haltung. Irgendwann kommt die Frage, ob du überhaupt noch eine Website brauchst.

Die ehrliche Antwort ist Ja. Aber nicht als Kopie deiner Social-Media-Präsenz, sondern als Gegenstück. Beide Kanäle haben unterschiedliche Aufgaben.

Social Media ist Bühne, deine Website ist Zuhause

Auf LinkedIn zeigst du dich regelmäßig, schreibst, reagierst. Aber LinkedIn gehört dir nicht. Es ist ein System, das du nutzen darfst, solange es dich lässt.

  • Du hast keinen Einfluss darauf, wem deine Beiträge angezeigt werden.
  • Du kannst die Oberfläche nicht gestalten.
  • Du kannst Inhalte nicht dauerhaft ordnen, sie rutschen im Feed nach unten.

Du kannst dort Aufmerksamkeit erzeugen, aber kaum Tiefe. Genau da kommt deine Website ins Spiel.

Wer übernimmt wann?

Stell dir den Weg deiner Kunden in drei Schritten vor:

  1. Social Media macht neugierig. Du zeigst Persönlichkeit, Haltung und Kompetenz und kommst in Kontakt.
  2. Die Website schafft Klarheit. Hier steht, was du anbietest, wie du arbeitest, was es kostet und ob es passt.
  3. Das Gespräch baut Vertrauen aus. Per Videocall, Telefon oder E-Mail. Ohne Website kommen viele gar nicht bis hierhin.

Social Media ist Austausch. Die Website ist Information und Entscheidung. Wie dieser Weg im Detail aussieht, steht im Beitrag User Journey und Nutzerführung auf der Website.

Warum eine Website kein Luxus ist

Ohne gute Website passiert oft Folgendes. LinkedIn bringt Sichtbarkeit, aber kaum Anfragen. Interessenten springen ab, weil ihnen Orientierung fehlt. Und du wirkst weniger professionell, als du bist.

Dazu kommt ein zweiter Punkt. Wer dich auf LinkedIn entdeckt, googelt dich oft. Und wer bei Google oder ChatGPT nach deiner Leistung sucht, findet dich fast nur über deine Website. Social-Media-Beiträge tauchen dort kaum dauerhaft auf. Mehr dazu im Beitrag Braucht man noch eine Website, wenn die KI-Suche antwortet?

Was Social Media kann und was nicht

Social Media kann:

  • Reichweite bringen
  • zeigen, wie du denkst
  • Gespräche eröffnen

Social Media kann nicht:

  • Inhalte dauerhaft auffindbar machen
  • deinen Ablauf und deine Preise in Ruhe erklären
  • Vertrauen durch geordnete, vollständige Information aufbauen
  • dir gehören, wenn sich Regeln ändern oder dein Profil gesperrt wird

So nutzt du beide Kanäle, ohne dich zu verzetteln

  1. Rollen klären. LinkedIn ist für Gedanken, Haltung und Alltag. Die Website für Angebot, Ablauf, Preise, Kundenstimmen und vertieftes Wissen.
  2. Gezielt verlinken. Verweise in Beiträgen auf passende Seiten deiner Website. Und verlinke auf der Website dein LinkedIn-Profil.
  3. Ergänzen statt wiederholen. Die Website muss nicht jeden Beitrag spiegeln. Sie sammelt das, was dauerhaft gilt.
  4. Zusammenpassen. Ton, Bilder und Aussagen sollten auf beiden Kanälen stimmig sein. Mehr dazu im Beitrag Warum dein LinkedIn-Profil und deine Website zusammenpassen müssen.

Kurz zusammengefasst

Du brauchst keine Website, um einfach da zu sein. Du brauchst eine Website, damit andere den nächsten Schritt gehen können. Social Media ist die Einladung, die Website der Ort, an dem die Entscheidung fällt.

Eine schlanke Website reicht dafür oft schon. Ob ein Onepager zu dir passt oder mehr Seiten sinnvoll sind, besprechen wir gern unverbindlich.

Titelbild: Foto von Adrianna Calvo über StockSnap, Lizenz CC0 (öffnet in neuem Tab), gefunden über Openverse.

Schlagworte:Social MediaLinkedInWebsite-Strategie

Häufige Fragen

  • Reicht ein Instagram- oder LinkedIn-Profil statt einer Website?

    Für den Anfang kann es reichen, auf Dauer selten. Du hast keinen Einfluss darauf, wer deine Beiträge sieht, kannst Angebot und Preise kaum geordnet darstellen und wirst bei Google schlechter gefunden. Ein gesperrtes oder gelöschtes Profil nimmt alles mit.

  • Wie viel muss eine Website kosten, wenn ich vor allem über Social Media arbeite?

    Oft reicht eine schlanke Website, manchmal ein Onepager mit Angebot, Ablauf, Preisen, Kundenstimmen und Kontakt. Was das kostet, steht im Ratgeber Was kostet eine Website?

  • Brauche ich ein Impressum, wenn ich nur Social Media nutze?

    Wer Social-Media-Profile geschäftlich nutzt, braucht in Deutschland in der Regel auch dort eine Anbieterkennzeichnung, meist als Link auf das Impressum der Website. Im Zweifel klärt das eine Fachanwältin.

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