LinkedIn läuft gut. Du bekommst Reaktionen, Kommentare und vielleicht schon Anfragen. Du baust Reichweite auf und zeigst Haltung. Irgendwann kommt die Frage, ob du überhaupt noch eine Website brauchst.
Die ehrliche Antwort ist Ja. Aber nicht als Kopie deiner Social-Media-Präsenz, sondern als Gegenstück. Beide Kanäle haben unterschiedliche Aufgaben.
Social Media ist Bühne, deine Website ist Zuhause
Auf LinkedIn zeigst du dich regelmäßig, schreibst, reagierst. Aber LinkedIn gehört dir nicht. Es ist ein System, das du nutzen darfst, solange es dich lässt.
- Du hast keinen Einfluss darauf, wem deine Beiträge angezeigt werden.
- Du kannst die Oberfläche nicht gestalten.
- Du kannst Inhalte nicht dauerhaft ordnen, sie rutschen im Feed nach unten.
Du kannst dort Aufmerksamkeit erzeugen, aber kaum Tiefe. Genau da kommt deine Website ins Spiel.
Wer übernimmt wann?
Stell dir den Weg deiner Kunden in drei Schritten vor:
- Social Media macht neugierig. Du zeigst Persönlichkeit, Haltung und Kompetenz und kommst in Kontakt.
- Die Website schafft Klarheit. Hier steht, was du anbietest, wie du arbeitest, was es kostet und ob es passt.
- Das Gespräch baut Vertrauen aus. Per Videocall, Telefon oder E-Mail. Ohne Website kommen viele gar nicht bis hierhin.
Social Media ist Austausch. Die Website ist Information und Entscheidung. Wie dieser Weg im Detail aussieht, steht im Beitrag User Journey und Nutzerführung auf der Website.
Warum eine Website kein Luxus ist
Ohne gute Website passiert oft Folgendes. LinkedIn bringt Sichtbarkeit, aber kaum Anfragen. Interessenten springen ab, weil ihnen Orientierung fehlt. Und du wirkst weniger professionell, als du bist.
Dazu kommt ein zweiter Punkt. Wer dich auf LinkedIn entdeckt, googelt dich oft. Und wer bei Google oder ChatGPT nach deiner Leistung sucht, findet dich fast nur über deine Website. Social-Media-Beiträge tauchen dort kaum dauerhaft auf. Mehr dazu im Beitrag Braucht man noch eine Website, wenn die KI-Suche antwortet?
Was Social Media kann und was nicht
Social Media kann:
- Reichweite bringen
- zeigen, wie du denkst
- Gespräche eröffnen
Social Media kann nicht:
- Inhalte dauerhaft auffindbar machen
- deinen Ablauf und deine Preise in Ruhe erklären
- Vertrauen durch geordnete, vollständige Information aufbauen
- dir gehören, wenn sich Regeln ändern oder dein Profil gesperrt wird
So nutzt du beide Kanäle, ohne dich zu verzetteln
- Rollen klären. LinkedIn ist für Gedanken, Haltung und Alltag. Die Website für Angebot, Ablauf, Preise, Kundenstimmen und vertieftes Wissen.
- Gezielt verlinken. Verweise in Beiträgen auf passende Seiten deiner Website. Und verlinke auf der Website dein LinkedIn-Profil.
- Ergänzen statt wiederholen. Die Website muss nicht jeden Beitrag spiegeln. Sie sammelt das, was dauerhaft gilt.
- Zusammenpassen. Ton, Bilder und Aussagen sollten auf beiden Kanälen stimmig sein. Mehr dazu im Beitrag Warum dein LinkedIn-Profil und deine Website zusammenpassen müssen.
Kurz zusammengefasst
Du brauchst keine Website, um einfach da zu sein. Du brauchst eine Website, damit andere den nächsten Schritt gehen können. Social Media ist die Einladung, die Website der Ort, an dem die Entscheidung fällt.
Eine schlanke Website reicht dafür oft schon. Ob ein Onepager zu dir passt oder mehr Seiten sinnvoll sind, besprechen wir gern unverbindlich.
Titelbild: Foto von Adrianna Calvo über StockSnap, Lizenz CC0 (öffnet in neuem Tab), gefunden über Openverse.



